Aktuelles aus den Kommunen

Was willst DU denn.?! – Kinder und Jugendrechte in Stendal stärken!
Pressemitteilung KinderStärken e.V. vom 09.07.2019
Es ist wichtig, dass sich für die Belange von Kinder und Jugendlichen eingesetzt wird. Aus diesem Grund hat die Hansestadt Stendal ab Mai 2019 das Projekt der Kinder-und Jugendinteressenvertretung an den Verein KinderStärken e.V. übergeben. Janine Rösicke wird dabei als Sprachrohr und Vermittlerin zwischen den Interessen der jungen Menschen und der Politik, Verwaltung, Eltern, Fachkräften fungieren. "Die Hansestadt freut sich auf die Zusammenarbeit" teilt Oberbürgermeister Klaus Schmotz mit. Zunächst soll es von dem Verein KinderStärken e.V. einen Vorschlag für einen festen Ablauf von Kinder-und Jugendbeteiligung in der Stadtverwaltung geben. Sobald es eine feste Richtlinie für die Arbeit gibt, sollen zu kinder-und jugendrelevanten Themen Beteiligungsprojekte stattfinden. Torsten Mehlkopf, Amtsleiter für Jugend, Sport und Soziales teilt dazu mit: "Um Kinder und Jugendliche gut zu erreichen, müssen moderne Kommunikationsmittel zur Kontaktaufnahme und –pflege erprobt und angewendet werden. Dazu ist bereits ein Live-Chat mit der Interessenvertretung möglich."
Bereits im vergangenen Jahr fand eine intensive Forschungsarbeit im Auftrag der Hansestadt Stendal statt, die nun der Interessenvertretung als Grundlage dient. In vielen Städten und Gemeinden gibt es bereits Kinder- und Jugendbüros oder Interessenvertretungen. "Allerdings ist der Prozess, den die Hansestadt Stendal 2018 angestoßen hat, sehr neuartig und gab es so noch nicht. Deshalb einen großen Dank an dieser Stelle an die Hansestadt" teilt Rösicke auf der Pressekonferenz mit. Ziel soll es sein, sich mit den Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen kontinuierlich auseinanderzusetzen, um diese in die Planung und Entwicklung der Stadt einfließen zu lassen. Die Zusammenarbeit soll Prozesse der Kommune verständlicher für junge Menschen gestalten. Aber auch Unterstützung bei Verletzung von Kinder-und Jugendrechten, sind der Hansestadt und dem Verein ein Anliegen. Es soll deutlich werden, dass Kinder und Jugendliche Experten und Expertinnen ihres Lebens sind.
"Wir blicken auf 10 Jahre sehr gute Zusammenarbeit mit der Hansestadt Stendal zurück." lobt Rösicke. Mit Hilfe des engen Austausches soll Kinder-und Jugendbeteiligung in der Stadtverwaltung nun fest verankert werden. Angefangen hatte die Auseinandersetzung mit den Themen von Kindern und Jugendlichen durch die sogenannten Stadtdetektive und anschließenden Kinder- und Jugendkonferenzen. Anliegen von Kindern und Jugendlichen konnten gemeinsam mit der Stadt bearbeitet werden (z.B. eine legale GraffittiWand oder die Absicherung der Rohre an der Uchte). 2014/2015 konnte in einem umfangreichen Prozess eine Vision für ein kinder-, jugend- und familienfreundliches Stendal mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt werden. Daraus entstand das Zukunftsstadtteam, bestehend aus Jugendlichen und Fachkräften aus Jugendarbeit und Verwaltung sowie Akteuren aus der Politik. Um Mitbestimmung jugendgerechter zu gestalten, wurde 2016 das Stendaler Jugendforum gegründet. Rösicke sagt: "So konnten wir sicherstellen, dass das Format auch jungen Menschen entspricht und nicht erwachsene Strukturen auferlegt werden." Nicht nur, um erwachsene Akteure, sondern auch stetig junge Menschen einzubeziehen, bleibt die Zusammenarbeit mit dem Zukunftsstadtteam und dem Stendaler Jugendforum weiterhin wichtig.
Im Juni fanden bereits einige Kennenlern-Aktionen statt. Bei den Aktionen konnten junge Menschen sich über die Arbeit der Kinder- und Jugendinteressenvertretung informieren, ihren eigenen Beutel bedrucken, bei einem Kinderrechte Quiz teilnehmen und einen kurzen Erklärfilm anschauen. Dieser ist auf der Internetseite www.kinderstaerken-ev.de/ki zu finden. 

 

Gemeinsamer Aufruf von 20 Oberbürgermeistern und Bürgermeistern: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz
Pressemitteilung Kinderfreundliche Kommunen e.V. / Deutsches Kinderhilfswerk e.V. / UNICEF Deutschland vom 09.07.2019
Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ begrüßt das Engagement des Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Mit einem gemeinsamen Aufruf an Bund und Länder haben heute 20 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Deutschland eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes gefordert. Laut dem Aufruf ist dafür zentral, dass dadurch das Kindeswohl vorrangig berücksichtigt wird und Kinder gemäß der UN-Kinderrechtskonvention beteiligt, geschützt und gefördert werden. Den Aufruf haben neben dem Oberbürgermeister von Stuttgart u.a. die Verwaltungschefs der Städte Hanau, Köln, Mannheim, Potsdam und Wolfsburg unterzeichnet. Diese Städte sind Teil des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommunen“, das von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragen wird. 
„Als Kommune, die schon seit vielen Jahren das Thema Kinderfreundlichkeit verfolgt, und die sich aktuell im Prozess zur verbindlichen Umsetzung der Kinderechte in der Kommune mit dem Verein ‚Kinderfreundliche Kommunen‘ befindet, unterstütze ich den Aufruf der Kinderfreundlichen Kommunen sehr gerne. Die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz wird uns in den Kommunen helfen, den Kinderrechten Geltung zu verschaffen. Das heißt im Rahmen der kommunalen Zuständigkeit zum Beispiel konkret Kindern und Jugendlichen Beteiligung zu ermöglichen, wo ihre Belange berührt sind, sie zu schützen, wo das Kindeswohl gefährdet ist und alle Kinder und Jugendlichen zu fördern damit sie gerechte Chancen auf eine gute Entwicklung haben“, so Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. 
Wörtlich heißt es in dem Aufruf: „Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Wert einer demokratischen Gesellschaft. Diese Maxime sollte das Leitbild sowohl für das staatliche als auch das gesellschaftliche Handeln in ganz Deutschland sein. Bisher sind die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ein Flickenteppich. Damit Kinder- und Jugendbeteiligung nicht willkürlich ermöglicht oder verweigert wird, muss sie im Grundgesetz Einzug finden. Aus unseren kommunalen Erfahrungen heraus haben wir erkannt, dass Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten zu achten und in der Gesellschaft zu beteiligen sind. Dies entspricht noch nicht durchgängig der allgemeinen öffentlichen Meinung, geschweige denn der täglichen Praxis in Elternhaus, Schule, öffentlichen Einrichtungen sowie Verwaltung und Politik. Deshalb rufen die Kinderfreundlichen Kommunen dazu auf, die Kinderrechte als Grundrechte im Grundgesetz zu verankern.“ 
Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“, betont: „Fast 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Vereinten Nationen muss sich das Prinzip dieser Konvention auch im Grundgesetz wiederfinden. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sie brauchen über die allgemeinen Grundrechte hinaus besondere Rechte. Wir freuen uns sehr über die Initiative, die der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz weiteren Schwung verleiht. Neben Schutz- und Förderrechten müssen auch Beteiligungsrechte und die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Kindern und Jugendlichen betreffenden Entscheidungen Einzug ins Grundgesetz finden. Nur so kann dem Anspruch einer ernsthaften Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention entsprochen und dem aktuellen Umsetzungs- und Anwendungsdefizit der Kinderrechtskonvention entgegengewirkt werden.“ 
Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Köln, Mannheim, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Weitere Informationen dazu unter http://www.kinderfreundliche-kommunen.de/ 
Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Ergebnisse des Programms "Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken"
Auszug aus der Mitteilung der DKJS, veröffentlicht am 28.02.19
Jugendliche mit Fluchterfahrung haben ein Recht auf Mitbestimmung, das sie jedoch in den seltensten Fällen ausleben können. Daher hatte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung das Programm Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken ins Leben gerufen. Ziel des Programms war es, Jugendliche im Alter von 14 bis 27 Jahren als Akteure zu stärken – damit sie ihre Potenziale entfalten und ihre Rechte wahrnehmen können.
Im zweiten Programmjahr griff die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Erfahrungen und Erkenntnisse aus der praktischen Begleitung von jungen Menschen mit Fluchthintergrund auf. Daraus entstand eine Serie von Themenblättern, in der diese anschaulich aufbereitet werden.

Weitere Information zu dem Programm sowie eine digitale Version aller Themenblätter und des Plakates "Partizipation von jungen Geflüchteten. 8 Erkenntnisse aus der Praxis" (auch auf Englisch) finden Sie unter www.dkjs.de/themen/alle-programme/gemeinsam-mittendrin-gestalten.

 

Präventionstheater „Alles was RECHT ist!“
04.03.2019
Ein Theaterstück für Kinder zum Thema Kinderechte
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Kinderrechte spielerisch erlernen: Von Geburt an sind Kinder eigenständige Persönlichkeiten und Träger eigener Rechte. Leider sind nicht alle Kinder ausreichend darüber informiert, dass es Kinderrechte gibt und was diese konkret für sie bedeuten. Dabei kommen Kinder tagtäglich mit ihnen in Berührung. Wenn Kinder gut über ihre Rechte aufgeklärt sind, können sie sich besser dafür einsetzen und verhindern, dass ihnen Unrecht widerfährt.

Zu diesem Thema hat die ständige Kindervertretung e.V. gemeinsam mit dem Theaterensemble SakramO 3D ein Präventionstheaterstück für Grund- und Vorschulkinder entwickelt. Altersgerecht, spielerisch und interaktiv klärt es über die wichtigsten in der UN-Kinderrechtskonvention festgehaltenen Rechte auf. Anhand der Geschichte der Alienkinder Mowi und Sagro vermittelt das Theaterstück „Alles was RECHT ist!“ Kindern, was es bedeutet, ein Recht auf Gleichheit, Beteiligung, Gesundheit, Bildung und vieles mehr zu haben.

Das Theaterstück richtet sich an Schulkinder der zweiten und dritten Klasse und kann deutschlandweit gebucht werden. Diesen Monat tritt die Theatergruppe in der Grundschule Großerlach in Baden-Württemberg auf.

Weitere Informationen zum Präventionstheaterstück erhalten Sie bei der Projektverantwortlichen Carolina Nowak unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Stadtkarte für Kinder von Kindern
21.02.2019
In Weimar gibt es eine neue Stadtkarte für Kinder. Diese wurde im Kinderbüro Weimar in den vergangenen zwei Jahren unter Beteiligung von 400 Kindern entwickelt. Kinder haben ihre Lieblingsorte eingebracht, Ideen für die Gestaltung gesammelt und Texte mit Ausflugstipps verfasst. Das Besondere: die Karte umfasst das ganze Stadtgebiet und enthält auch geheime Entdeckerorte für Kinder.

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Unter www.kinderbuero-weimar.de kann man die Entdeckerkarte für Kinder ansehen und mehr über die Entstehung erfahren.

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey legt den Bericht zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Deutschland vor
Auszug aus der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums, veröffentlicht am 13.02.2019

Das Bundeskabinett hat heute den Fünften und Sechsten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes, auch bekannt als sogenannte „UN-Kinderrechtskonvention“ von 1989 beschlossen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betont: „Unser Anspruch ist, zu einem der kinderfreundlichsten Länder Europas zu werden. Der Bericht zeigt, dass Deutschland auf einem guten Weg ist. In den letzten Jahren haben wir dazu die Rechte von Kindern und Jugendlichen in den verschiedensten Bereichen gestärkt. So haben wir beim Schutz vor sexueller Gewalt und Ausbeutung Verbesserungen erreicht - im Strafrecht, im Strafverfahren und bei der Beratung und Unterstützung von Kindern. Und es werden auch die Interessen von Kindern inzwischen stärker berücksichtigt, wenn es in Gerichtsverfahren um die Trennung der Eltern und die Belange der Kinder geht. Wir tun aber noch mehr. Mit dem Gute-Kita-Gesetz verbessern wir die Qualität der Kindertagesbetreuung und mit dem Starke-Familien-Gesetz gehen wir gegen Kinderarmut vor. Als nächsten Schritt werden wir die Kinderrechte im Grundgesetz verankern.“
Mit dem Fünften und Sechsten Staatenbericht werden zwei Berichtszeiträume zusammengefasst. Auf insgesamt mehr als 400 Seiten informiert der Bericht über die wichtigsten Entwicklungen mit Bezug zur Stärkung der Kinderrechte in Deutschland seit dem Jahr 2014. Außerdem geht es um die Umsetzung von zwei Fakultativprotokollen zur Kinderrechtskonvention. Im Vordergrund stehen hier das Verbot der Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten sowie das Verbot von Menschenhandel mit Minderjährigen und der sexuellen Ausbeutung von Kindern.
Zum ersten Mal wurden vor der Erstellung des Staatenberichts die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen direkt mit einbezogen. Dazu wurden repräsentative Studien, in denen Kinder und Jugendliche befragt wurden, ausgewertet und zusätzliche Befragungen von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Auch die Bundesländer wurden an der Erstellung des Staatenberichts beteiligt.
Zudem konnten Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft Stellungnahmen im Berichtsverfahren abgeben.
Der Staatenbericht beinhaltet eine umfangreiche Datensammlung. Diese fasst die wichtigsten Statistiken und Erhebungen mit Bezug auf die Situation von Kindern in Deutschland und die Umsetzung ihrer Rechte zusammen.
Damit sich auch Kinder gut informieren können, wie ihre Rechte in unserem Land umgesetzt werden, wird es im April auch eine für Kinder geeignete Fassung des Staatenberichts geben.

Den gesamten Staatenbericht finden Sie hier: https://www.bmfsfj.de/staatenbericht-kinderrechtskonvention 
Web-Ansicht: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/deutschland-auf-dem-weg-zu-einem-der-kinderfreundlichsten-laender-europas/133756

 

Openpetition: Apell an die Jugendämter: Schnellere Entscheidungen für das Kindeswohl
25.01.2019
Eine Bereitschaftspflegemutter aus Burscheid (NRW) hat die Petition „Schnellere Entscheidungen für das Kindeswohl“ verfasst, die um eine schnellere Bearbeitung der Fälle von Kindern in familiärer Bereitschaftspflege durch Jugendämter und Gerichte bittet.
Hier kann man die Petition mitzeichnen:
https://www.openpetition.de/petition/online/schnellere-entscheidungen-fuer-das-kindeswohl

 

Veröffentlichung der Handreichung „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“
Hinweis des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, vom 12.12.2018
Der Besuch einer Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflege stellt für Kinder mit Fluchthintergrund eine wichtige Chance für einen frühen Zugang zu Bildung dar. Für Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung bedeutet gerade der frühe Kontakt mit Kindern mit Fluchthintergrund und ihren Eltern eine Herausforderung, der sie sich häufig sehr kurzfristig stellen müssen. Einrichtungen sind hierfür grundsätzlich gut gerüstet, nicht zuletzt durch die im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan vermittelten Grundlagen. Dennoch stellen sich in der Praxis darüberhinausgehende Fragen.

Mit den drei regionalen Beratungs- und Servicestellen Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung in Kassel, Marburg und Darmstadt hat das Land Hessen Anlaufstellen für die konkreten Fragen und Anliegen der Praxis eingerichtet. Projektträger zur Umsetzung war die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in Bensheim. Zum Abschluss des Projektes konnte als Ergebnis der Arbeit der drei hessischen Beratungs- und Servicestellen eine praxisnahe Handreichung entwickelt werden, die sich an den Fragen orientiert, die in den vergangenen zwei Jahren dort gestellt wurden. Diese umfasst Grundlagentexte, viele Beispiele guter Praxis und Anregungen für die Gestaltung des Arbeitsalltags pädagogischer Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen.
Die Handreichung kann bei der Karl Kübel Stiftung kostenfrei hier bestellt werden.

 

23. Weimarer Kinderrechtspreis vergeben
11.12.2018
Mit dem Aufruf „DENKmal nach über Kinderrechte“ wird seit 1996 in Weimar ein Preis an Personen, Initiativen oder Vereine vergeben, die sich in der Stadt für Kinderrechte einsetzen. Alle Kinder, Jugendliche sowie Bürgerinnen und Bürger Weimars können Vorschläge im Kinderbüro einreichen. Sieben Nominierungen wurden 2018 eingesandt. Eine Kinderjury hat aus den eingegangenen Vorschlägen die Preisträgerin in einer geheimen Abstimmung ermittelt.
In diesem Jahr hat die Jury sich für Heike Voigt entschieden. Die Vertrauenslehrerin des Staatlichen Förderzentrums Weimar wurde von den Schülersprechern vorgeschlagen, weil sie immer für die Kinder und Jugendlichen da, für die sonst niemand kämpft.
Bei der Kinderrechtspreisverleihung steht der Einsatz aller Nominierten im Vordergrund und alle werden gleichermaßen von der Kinderjury mit einer Laudatio geehrt. Zur Verleihung gibt es eine bunte, familienfreundliche Veranstaltung. Präsentiert wurde erstmals das Tanzstück „We-Dance – dance for your rights“, welches vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert wird.
http://kinderbuero-weimar.de/kinderrechte/kinderrechtspreis.html

 

Neue Kinderrechtekarten präsentiert
11.12.2018

Seit 2016 ruft die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weimar zu einem Malwettbewerb zu den Kinderrechten auf. Eine Kinderjury entscheidet, welche der eingegangenen Motive zu den Kinderrechten auf Postkarten gedruckt wird. Im November 2018 wurden drei neue Motive (Recht auf Gesundheit, Recht auf Medien, Recht auf Schutz im Krieg) vorgestellt. Insgesamt gibt es nun 8 verschiedene Postkarten. Die Serie soll jedes Jahr erweitert werden.
http://kinderbuero-weimar.de/kinderrechte/kinderrechtepostkarten.html

 

Kinderrechte - Spurensuche
05.12.2018

Am 20.11.2018 fand in der Stadt Halle (Saale) in enger Kooperation verschiedener Kinderrechte-Akteure zum Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention ein Aktionstag unter dem Motto „Kinderrechte - Spurensuche“ statt. Über 200 Kinder aus Kitas und Schulen waren gekommen, um sich mit den Kinderrechten bei einer Kinderrechte-Rallye an verschiedenen kreativen Informations- und Aktionsständen auseinander zu setzen. Die Kinderrechte-Stationen wurden dabei von Schüler*innen (4. Klasse) der Ersten Kreativitätsschule eigenständig betreut, die Erwachsenen waren zur Unterstützung im Hintergrund.
Der Kinderrechte-Aktionstag fand von 10 bis 14 Uhr in der Konzerthalle „Ulrichskirche“ in der Leipziger Straße statt. Organisiert wurde der Aktionstag von der Stadt Halle (Saale) in enger Kooperation mit der Ersten Kreativitätsschule, dem Deutschen Kinderschutzbund Halle (Saale), der Freiwilligen-Agentur Halle Saalkreis, der Unicef Regionalgruppe sowie der Werkstatt KitaQualität. Rückfragen zum Aktionstag sind unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich, Ansprechpartner ist hier der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt, Mirko Petrick.
Die Idee für den Aktionstag entstand im Rahmen der Netzwerkarbeit verschiedener Kinderinteressensvertretungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anlässlich des Jahrestages der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November führten die beteiligten Kommunen und Institutionen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen durch, die als gemeinsames Signal der Netzwerkpartner für die Umsetzung der Kinderrechte Wirkung zeigen sollen.
Quelle: Pressemeldung der Stadt Halle (Saale) vom 15.11.2018

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Kinderrechte umsetzen - alle können mitmachen 
23.11.2018

Das geht alle an: Kinder haben Rechte. Und sie sollten nicht nur auf dem Papier der UN-Kinderrechtskonvention stehen. Dafür demonstrierten in Stuttgart und Karlsruhe am Internationalen Tag der Kinderrechte insgesamt über 400 Menschen. Ihre Forderungen waren vielfältig und bezogen sich zum Beispiel auf mehr Mitbestimmung für Kinder und mehr Zeit für Spiel und Erholung.

Jeweils rund 200 Demonstrantinnen und Demonstranten jeden Alters machten sich in Stuttgart und Karlsruhe am Dienstag, 20. November, für Kinderrechte stark. „30 fahren in der Tempo-30-Zone!“, „Spielen ist ein Kinderrecht“, „Recht auf Meinungsfreiheit“, „Ich darf laut sein!“: Diese und viele weitere Forderungen standen auf den Plakaten der Kinder. In ihren Kitas und Schulen hatten sie sich im Vorfeld mit Kinderrechten beschäftigt und ihre wichtigsten Anliegen zu Papier gebracht. In Stuttgart stellten einige der Kinder ihre Forderungen den Demo-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern selbst vor. In Karlsruhe nahm Bürgermeister Martin Lenz den Demonstrationszug in Empfang und las die Forderungen auf den Transparenten nacheinander vor.

„Wer Kinderrechte umsetzt, erschafft eine bessere Welt!“: „Wir müssen Kinderrechte ernster nehmen“, unterstrichen Carola Kammerlander, Begründerin der element-i Pädagogik, (in Stuttgart) und Clemens Matthias Weegmann, Geschäftsführer der element-i Schulen, (in Karlsruhe). Sie riefen Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen auf, Kindern mit echtem Interesse zuzuhören. Sie sollten den Mädchen und Jungen die Möglichkeit geben, wirklich mit zu entscheiden und Gemeinschaft zu gestalten. „Kinder brauchen Spielräume und Rückzugsmöglichkeiten, um sich zu entfalten und gut zu entwickeln!“, sagten sie dann. So könnten sie zu starken, ausdauernden, kreativen und liebevollen Persönlichkeiten heranwachsen. „Das heißt: Wer Kinderrechte umsetzt, erschafft eine bessere Welt“.

Quelle: Pressemeldung der element-i-Bildungsstiftung vom 23.11.2018

 

Mitteldeutsche Kinderinteressensvertretungen vernetzen sich
12.11.2018

Erste gemeinsame Aktionen zum Tag der UN-Kinderrechte


Zukünftig wollen Kinderinteressensvertretungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besser in Fachaustausch treten. Seit Dezember 2017 treffen sich verschiedene kommunale Institutionen aus Mitteldeutschland und haben im August 2018 eine kontinuierliche Zusammenarbeit als Netzwerk Kinderrechte in Mitteldeutschland (KIMi) vereinbart.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind bisher die Stadt Leipzig, das Kinder- und Jugendbüro Leipzig, der Kinderschutzbund Thüringen, Kinderschutzbund Sachsen, der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Halle, die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weimar, die Kinderbeauftragte der Stadt Magdeburg, die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Dresden, die Kinderbeauftragte der Stadt Chemnitz, die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen, KinderStärken e.V., sowie das Kinder- und Jugendbüro Dresden.
Weitere Vertretungen für Kinderinteressen aus Mitteldeutschland sind herzlich willkommen.

Das Netzwerk möchte sich nun regelmäßig über aktuelle kinderpolitische Themen und kommunale Aktionen zum Thema Kinderrechte austauschen.
Weitere Schwerpunkte liegen bei der Stärkung von Beteiligungsstrukturen, fachlicher Qualifizierung und der gegenseitigen Unterstützung bei Anliegen die Kinderinteressen betreffen.

Dabei geht es auch darum, gemeinsame Projektideen zu entwickeln, um die UN-Kinderrechte bekannter zu machen. Anlässlich des Jahrestages der Verabschiedung der UN-Konvention am 20. November haben die beteiligten Kommunen und Institutionen erstmals verschiedene Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt, die als gemeinsames Signal der Netzwerkpartner für die Umsetzung der Kinderrechte Wirkung zeigen sollen.

Das Netzwerk ist über die e-mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

 

Das Jahr der Demokratie in Leipzig
26.10.2018

Das Jahr 2018 ist für Leipzig das Jahr der Demokratie, welches auf eine Initiative des Stadtrates Leipzig zurückgeht. Mit dem Ratsbeschluss vom 26. Oktober 2016 wurde die Verwaltung beauftragt, dieses Themenjahr vorzubereiten.
Auf verschiedenen Ebenen setzen sich die Leipziger*innen mit dem Thema Demokratie auseinander:
• Demokratie leben in der repräsentativen Demokratie unserer Kommune
• Demokratie leben im alltäglichen Zusammenleben unserer Stadt und unseren Stadtteilen
• Demokratie leben an besonderen und bedeutsamen Orten
• Demokratie leben im internationalen Austausch.

In die Vorbereitungen zu diesem Themenjahr wurde von Beginn an die Leipziger Stadtgesellschaft aktiv einbezogen.
Mit dem Ziel, die lokale Demokratie zu stärken, fanden und finden zahlreiche Veranstaltungen und Projekte durch ganz unterschiedliche Akteure statt. Zur Ausgestaltung des Jahres der Demokratie wurde ein Förderprogramm aufgelegt. Über einhundert Vereine und Initiativen bewarben sich darauf.
Über das Jahr verteilt gibt es die unterschiedlichsten Veranstaltungen, Projekte, Angebote, Aktionen.
Nähere Informationen sind zu finden unter:
www.demokratie.leipzig.de

 

1. Leipziger Kinderkongress am 04.10.2018
25.10.2018

Die Leipziger Kulturfabrik Werk 2 war am 4. Oktober 2018 Gastgeberin des Leipziger Kinderkongresses. Gemeinsam mit dem Leipziger Kinder- und Jugendbüro (Deutscher Kinderschutzbund Leipzig e.V.), dem soziokulturellen Zentrum Haus Steinstraße e.V. und dem Jugendzentrum Halle 5 e.V. veranstalteten das Werk 2 den Kongress, an dem 120 Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren aus ganz Leipzig teilnahmen. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Burkhard Jung und dem Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerk Holger Hofmann eröffneten die Kindermoderatorinnen und –moderatoren den Kongress. In neun Workshops arbeiteten die Kinder mit erwachsenen Verantwortungsträgern zu ihnen wichtigen Themen, wie Gesundheit, Mitbestimmung, Gerechtigkeit oder auch Miteinander und Mobilität. Die Workshop-Leiterinnen und Leiter waren Mitarbeiter_innen der Leipziger Stadtverwaltung und von freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Die Intension der Workshopleiterinnen und – leiter war es vor allem, konkrete Anreize, Hinweise und Bedarfe für ihre tägliche Arbeit mitzunehmen, um so den Wünschen und Bedürfnissen von jungen Menschen in Leipzig gerechter zu werden. So werden die Arbeitsergebnisse teilweise in konkrete Projekte überführt oder für die politische Arbeit genutzt. Einige Rückmeldungen, die bestimmte Quartiere betreffen, werden zum Beispiel an die zuständigen Stadtbezirksbeiräte zur Bearbeitung weitergeleitet. Neben den zahlreichen Angeboten für Kinder gab es für die erwachsenen Besucher parallel einen Workshop zum Thema „Kinderrechte in der Schule“, durchgeführt vom Leipziger Kinder- und Jugendbüro. Die Umsetzung der Kinderrechte fängt bekanntlich in den Köpfen der Erwachsenen an.
Weitere Informationen finden sie unter:

https://www.kinderkongress-leipzig.de/

 

Weimar - Postkarten zu ausgewählten Kinderrechten
04.01.2018

Als Ergebnis eines Malwettbewerbes für Kinder wurden im November 2017 Postkarten zu den Kinderrechten herausgegeben. Zunächst wurden 5 Motive von einer Kinderjury ausgewählt. Die Postkarten zum Artikel 28, Recht auf Bildung, Artikel 31, Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung, Artikel 2, Recht auf Gleichheit und Artikel 9 und 18  Recht auf Fürsorge durch beide Eltern sowie Artikel 19, Recht auf Schutz vor Gewalt sind kostenfrei im Kinderbüro der Stadt Weimar erhältlich. Die Motivserie wird 2018 fortgesetzt.
Weitere Informationen unter www.kinderbuero-weimar.de

 

Halle (Saale) - 25 Jahre Kommunale Kinderinteressenvertretung
08.01.2018

Die Stelle der/des Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Halle (Saale) war seit dem 01. Januar 1993 erstmals besetzt. Grundlage der Arbeit war von Beginn an neben dem KJHG (SGB VIII) das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) vom 20. November 1989, welche am 05.04.1992 in Deutschland in Kraft trat. Nach einigen Jahren Pause gibt es seit Mai 2011 wieder einen hauptamtlich tätigen Kinder- und Jugendbeauftragten. Zum 25jährigen Jubiläum lädt die BAG zu einer Fachtagung im Juni 2018 in die Saalestadt Halle ein.
Weitere Informationen unter www.halle.de